Bücher

Lautsprecherbücher jetzt zum Download

Der elektro-dynamische Lautsprecher wurde von Chester Rice und Edward Kellogg 1925 eingeführt. Bis in die späten 60er Jahre basierten Berechnungen für diesen „new Type of hornless Loudspeaker“ auf Ausarbeitungen, die Akustiker wie Leo Beranek und J. Novak vorwiegend in den 1950er Jahren geleistet hatten – brillante Darstellungen, aber nichts für Amateure und Hobby-Bastler und zudem in Deutschland nur in einigen Spezialbibliotheken verfügbar.

Zugleich eröffneten Erfindungen wie der UKW-Hörfunk, Stereophonie und Langspielplatte sowie der leistungsfähige Transistor-Verstärker einer deutlich verbesserten Musikwiedergabe die Wohnzimmer. High Fidelity wurde salonfähig und mit der Jugendkultur der 50er und 60er Jahre kam der Wunsch, gelegentlich auch laut wie Woodstock spielen zu können. Offenbar erwiesen sich die hergebrachten Entwurfsmethoden zunehmend selbst für die aufstrebende Hifi-Industrie als ziemlich sperrig und wenig flexibel.

Deutlich vereinfachte Verfahren kamen in den 70er Jahren mit den Arbeiten von Neville Thiele und Richard Small, die beide in Australien arbeiteten und deren Ansatz darauf beruht, dass die drei miteinander gekoppelten Wirkungskreise des elektro-mechano-akustischen Lautsprechers in Ersatzschaltbildern zusammengefasst werden können, und zwar wahlweise so, dass das Verhalten am elektrischen Eingang, die Schwingungen der mechanischen Membraneinheit oder die akustische Schalldruckfunktion vor der Membrane berechenbar werden. Daraus ließen sich auch erheblich einfachere Formeln für die Abstimmung des Systems aus Lautsprecher und Gehäuse ableiten, die mit einem verhältnismäßig einfach zu messenden Parametersatz arbeiten, der inzwischen den Namen der Entwickler trägt. Diese Arbeiten wurden im Journal der amerikanischen Audio Engineering Society veröffentlicht, richteten sich in erster Linie an die Profis in Universitäten, Rundfunkstudios und Industrielabors und blieben in Deutschland zunächst weitgehend unbekannt.

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre stießen dann auch hiesige Amateure bei der Suche nach neuer Fachliteratur auf diese Aufsätze. Darunter auch ich. Die Möglichkeit, das „richtige“ Gehäuse und den optimalen Bassreflexkanal im voraus zu berechnen, war begeisternd. Natürlich kam der Wunsch auf, dieses Wissen auf Deutsch zugänglich zu machen und amateurgerecht aufzubereiten. So entstand das 1985 im Franzis-Verlag erschienene Buch über Lautsprechermessungen und die Konstruktion abgestimmter Gehäuse und ab 1984 bei Hifisound in Münster das Lautsprecher-Jahrbuch, von dem es insgesamt fünf eigenständige Ausgaben gab. Das bisher letzte Jahrbuch erschien 1992.

Gelegentlich erreichen mich Anfragen, ob man nicht noch einzelne Exemplare der längst vergriffenen Auflagen beziehen könne. Interessant sind die Bücher auch, wenn man auf der Suche nach den Parametern „historischer“ Lautsprecherchassis ist, die man auf Flohmärkten oder im Internethandel erworben hat und die zu neuem Leben erweckt werden sollen, denn der wesentliche Inhalt der Jahrbücher besteht aus umfangreichen Datensammlungen damals aktueller Lautsprecherchassis. Aber meine knappen Vorräte an wenigen Belegexemplaren sind erschöpft. Damit Interessenten auch weiter auf die Bücher zugreifen können, habe ich die alten Ausgaben scannen lassen und hier zum Download bereitgestellt. Es handelt sich um Scans der Originale, nicht um neu gesetzte Ebooks! Bitte beachten: Die Dateien sind ziemlich umfangreich; der Download kann daher gelegentlich etwas dauern.

Für den Fall, dass Sie kein Paypal-Konto unterhalten und trotzdem an einem Bezug der Bücher interessiert sind, senden Sie mir eine Email an michael@gaedtke.name. Ich werde mich dann mit Ihnen in Verbindung setzen.

Parametermessungen an Lautsprecher-Chassis

Parametermessungen an Lautsprecher-Chassis. Die Konstruktion abgestimmter Gehäuse mit Hilfe der Thiele-Small-Parameter (Franzis-Verlag, München 1985) – als dieses Buch erschien, waren Thiele-Small-Parameter zumindest in Europa und in Deutschland eine ganz neue Sache und ein wirklicher Durchbruch bei der Konstruktion von Lautsprecher-Gehäusen. Bis dahin waren nämlich insbesondere Amateure im besten Fall auf irgendwie erworbene Erfahrungswerte, fremde Bauanleitungen oder auf mutiges Trial & Error angewiesen. Nichts davon führte einigermaßen sicher zu einem gut abgestimmten Lautsprecher. Die geniale Idee, die wichtige Federsteife der Membranaufhängung nicht als abstrakten Wert Newton pro Meter anzugeben, sondern zusammen mit dem Membrandurchmesser in die Nachgiebigkeit eines äquivalenten Luftvolumens umzurechnen, was die gesamte Abstimmung des Gehäuses ganz erheblich vereinfacht, machte eine rationale Konstruktion zum ersten Mal auch denjenigen zugänglich, die keinen akademischen Grad in Physik oder Elektroakustik erworben hatten. Im Buch wird zudem gezeigt, wie diese neuen Parameter mit einigen wenigen Hilfsmitteln selbst gemessen werden können, was den ehrgeizigen Amateur unabhängig machte von gelegentlich dubiosen Herstellerangaben, Produktionsschwankungen und Alterungserscheinungen (nicht den eigenen, sondern denen seiner Lautsprecher). Außerdem konnten so diverse halbvergessene Schätzchen aus dem Bastelfundus für neue Projekte erschlossen werden und es konnte erforscht werden, warum es das mehrfach erprobte Superspitzenprofessionellchassis im dreifach verstärkten Großgehäuse doch nicht zu einer passablen Basswiedergabe gebracht hatte.

Natürlich sind die vor 30 Jahren gewählten Beispiellautsprecher aus dem Buch längst vom Markt verschwunden. Aber die Physik hat sich nicht geändert und die wesentlichen Verfahren kann man immer noch benutzen. Im Detail geht es um das Lautsprechermodell mit den von Thiele und Small ausgearbeiteten Ersatzschaltungen, um die Technik der Parametermessung und die dafür benötigten Hilfsmittel und um die Frage, wie man mit Hilfe der so gemessenen Parameter abgestimmte Gehäuse konstruiert und am Ende deren korrekte Funktion prüft.

Das Buch hat 144 Seiten und die PDF-Datei eine Größe von 17,4 MB.

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1992

Lautsprecher Jahrbuch 92

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1992 ist die siebente, mit Abstand umfangreiste und leider damals letzte Ausgabe des Jahrbuchs. Im  Neuheiten-Report werden verschiedene Ansätze und Programme zur Simulation von Lautsprechern am Computer beschrieben – damals eine völlig neue Möglichkeit. Für die Artikel über die Gehäusedimensionierung mit LMP, Frequenzweichen-Design mit XOPT und die System-Optimierung mit CALSOD konnten die Autoren dieser Programme, Ralph Gonzales, Peter Schuck und Witold Waldman, gewonnen werden. Das ist auch heute, ein gefühltes Computer-Jahrhundert später, noch spannend zu lesen. Dazu gibt es wieder zwei sehr ausführliche Kapitel über die Hintergründe von Lautsprecher-Parametern und wie man sie misst. Dabei wird insbesondere auf die sehr zuverlässige Methode von Carrion-Isbert eingegangen. Der Datenteil ist allein 440 Seiten lang und umfasst erstmals auch Breitband-Chassis. Der gesamte Datenteil wurde im Hifisound-Labor einheitlich mit einer eigens dafür programmierten Software und einer eigenen Mess-Hardware gemessen.  Im Praxisteil werden 13 verschiedene Bauvorschläge besprochen, darunter Kombinationen mit Harwood-, Jordan-, Görlich-Chassis und Strathearn-Mittel-Hochton-Bändchen.

Insgesamt umfasst das Buch 624 Seiten und die PDF-Datei eine Größe von 77,0 MB.

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1989

Lautsprecher Jahrbuch 89

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1989 stellt im Neuheiten-Report Highend-Chassis von Dynaudio, Focal, Thiel, Strathearn, Harbeth und Jordan vor. Dazu gibt es einen ausführlichen Bericht über das Verfahren der Time Delay Spectrometry. Im Zusammenhang mit dem ausführlichen Datenteil mit über 200 aktuellen und einheitlich gemessenen Datensätzen werden in einem eigenen Kapitel die Hintergründe der Thiele-Small-Parameter behandelt. Dazu werden die Messmethoden im Hifisound-Labor beschrieben. Der Theorieteil umfasst ausführliche Kapitel über die Konstruktion von Geschlossenen GehäusenCompound-SystemenBassreflex- und Transmission-Line-Gehäusen sowie eigene Kapitel über Hornlautsprecher und über die Berechnung und den Aufbau von passiven Frequenzweichen einschließlich von Korrekturfiltern. Der Praxisteil umfasst 16 ausführliche Bauanleitungen.

Das Buch hat 512 Seiten und die PDF-Datei eine Größe von 65,1 MB.

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1987

Lautsprecher Jahrbuch 87

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1987 ist die weitestgehend unveränderte zweite Auflage des Jahresbandes 1986/87. Der Datenteil mit über 200 einheitlich gemessenen Parametersetzen ist in der Qualität nochmals verbessert worden und umfasst wieder viele neu auf den damals aktuellen Markt gekommene Chassis. Der Neuheitenreport beschäftigt sich diesmal vor allem mit den neuen Impuls-Messverfahren, der Fourier-Analyse und der Simulation von Membranen mit Hilfe der Finiten-Element-Methodik. Außerdem werden Tonburst-Messungen vorgestellt, cumulierte Spektren und Laser-Interferometrie. Ein weiterer Abschnitt behandelt den Einsatz von Ferrofluiden. Im Theorieteil ist – neben den überarbeiteten Kapiteln über verschiedene Gehäusearten (geschlossen, Compound, Bassreflex und Transmission-Line) erstmals ein umfangreiches Kapitel über die Konstruktion von Frequenzweichen dazu gekommen. Außerdem gibt es wieder 13 umfassende Bauanleitungen und Kapitel über Aktiv-Lautsprecher mit Feedforward-Korrekturfilterung, das Strathearn-Mittelhochtonbändchen und den praktischen Gehäusebau.

Das Buch hat 512 Seiten und die PFD-Datei eine Größe von 68,3 MB.

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1985

Lautsprecher Jahrbuch 85

Das erste Lautsprecherbuch von 1984 war auf Anhieb ein voller Erfolg. Offenbar hatte die Kombination aus unabhängigem und sorgfältig zusammengestelltem Nachschlagewerk für die wichtigsten Lautsprecher-Kenngrößen mit konstruktivem Praxiswissen und aktuellen Bauanleitungen großes Interesse in der Gemeinde der engagierten Lautsprecher-Selbstbauer gefunden. Grund genug, mit Hifisound in Münster einen weiteren Jahresband vorzubereiten, wieder mit einem auf eigenen Messungen aus dem Hifisound-Labor beruhenden Datenteil für viele damals neue und innovative Lautsprecher-Chassis. Im Neuheiten-Teil geht es diesmal um Ultraleicht-Schwingspulen für Hochtöner, Thermoplaste mit stabilisierenden Additiven für Membranen, Laminate aus Glas- und Aramidfasern, die Hartschaum-Membranen von Podszus-Görlich, die ungewöhnliche Metall-Membrane des Jordan-50-mm-Moduls, Titankalotten und symmetrische Antriebe für Bändchen-Hochtöner. Ein Kapitel erklärt die Bedeutung der verschiedenen Lautsprecher-Parameter. Außerdem wird die Gehäusekonstruktion von geschlossenen und Bassreflex-Systemen besprochen, von Compound-Gehäusen, Transmission-Lines. Im Jahrbuch 1985 erscheint erstmals ein umfassendes Kapitel über Hornlautsprecher. Dazu gibt es 24 aktuelle Bauanleitungen und Kapitel über Aktivsysteme, zum Beispiel mit einer Podszus-Jordan-Kombination, und insbesondere über Subwoofer. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Stratec-Mitteltonbändchen. Das 15-seitige Literaturverzeichnis dürfte bei mancher Frage selbst heute noch eine Fundgrube für einschlägige Aufsätze sein.

Insgesamt hat das Buch 416 Seiten und die PDF-Datei eine Größe von 46,1 MB.

Das Lautsprecher-Jahrbuch 1984

Das Lautsprecherbuch

Das Lautsprecherbuch von 1984 war das allererste Lautsprecher-Jahrbuch von Hifisound in Münster und wahrscheinlich auch die erste einheitliche Sammlung von Lautsprecherdaten in Deutschland überhaupt. Anlass war, dass in der Hochphase des Lautsprecher-Selbstbaus Anfang der 80er Jahre zahlreiche Chassis auf dem Selbstbaumarkt verfügbar wurden – durchaus zu Freude der engagierten Bastler – für die aber zunächst kaum Daten verfügbar waren oder allenfalls technische Angaben in sehr unterschiedlicher Qualität. Die Thiele-Small-Parameter waren in Deutschland noch völliges Neuland, auch die Verfahren, mit denen man auf der Basis dieses Parametersatzes Lautsprechergehäuse konstruieren konnte. Das war bisher vielfach ein Ratespiel gewesen. Hier wurden die Daten nun nach einem einheitlichen Verfahren im Labor von Hifisound gemessen (damals noch ohne jede Automatisierung und ohne Computer) und für kleines Geld verfügbar gemacht. Neu war auch, dass es nun Chassis speziell für Hifi-Lautsprecher gab. Bis in die 80er Jahre hinein waren vorwiegend Chassis aus dem Bühnenbereich verfügbar gewesen. Aber mit den hochwertigen Produkten von JBL, Electro-Voice, Cervin Vega und  Altec Lansing ließen sich kaum wohnzimmertaugliche Boxen bauen (oder nur mit enttäuschendem Ergebnis) und übrigens erst recht nicht im Bafög-verträglichen Preisniveau. Was stand vor 30 Jahren im Neuheiten-Report? Artikel über Bienenwabenstrukturen für Lautsprecher-Membranen, Bändchen-Lautsprecher mit geätzter Schwingspule, resonanzarme Gehäuse aus Flugzeug-Aerolam, Breitband-Lautsprecher von Lowther und Jordan, Doppelschwingspulen-Bässe von Focal, Gehäuse aus Keramik und Kork und das legendäre Stratec Mittel-Hochton-Bändchen. Der Datenteil umfasst rund 160 Chassis auf ebensovielen Seiten. Außerdem gibt es Kapitel über die praktische Gehäusekonstruktion mit geschlossenen Gehäusen, Bassreflex-Gehäusen, Compound-Gehäusen und Transmission-Lines, ergänzt um 30 detaillierte Bauanleitungen. Den Abschluss bilden Kapitel über aktive Subwoofer (5 Bauanleitungen) und den Selbstbau von Aktiv-Lautsprechern.

Insgesamt hat das Buch 334 Seiten und die PDF-Datei eine Größe von 38,1 MB.